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 :: Der Tag des Windes ::


Der Tag des Windes !

(Ein Herbstmärchen)

Es war einmal ein Königreich,
Gestärkt von Jahr zu Jahr,
Regierte großzügig und weich,
Weil jeder König war.

Sie standen aufrecht, fast perfekt
Frisiert und grün bekront,
Denn ihre Kinder, prall, adrett,
Sie schmückten was hier thront.

Sie warn das Blätterdiadem,
Sie zierten holzig Haupt,
Die Fürsten wurzelten im stehn,
In Würde festgeschraubt.

Da kam zu einer Audienz,
Ein Magier ganz leis,
"Ich bin ein Zauberer, bekenn`s,
Genuss ist mein Beweis.

Ich schaffs das ihr euch endlich regt,
Das juchzt ein jedes Kind,
Das Langeweile sich bewegt,
Gestatten: ... Ich heiß -Wind- !"

Die Könige berieten sich,
Gewähr`n wir ihm die Gunst?
Riskieren wir es wonniglich,
Zu kosten seine Kunst?

Begeistert warn die Kinder schon,
Das endlich sich was rührt,
Der -Wind- fixierte seinen Lohn,
Er hatte längst verführt.

Bevor der hohe Rat entschied,
Wie nun zu handeln sei,
Da säuselte ein Zauberlied,
Schon durch die Zweige, frei.

Der Magier ergriff die Chance,
Schlich hoch zum höchsten Ast,
Versetzte Häupter tief in Trance,
Und führte Blätterlast.

Er löste sein Versprechen ein
Und schob die Kronen an,
Bewegung sollte er verleih`n
, Wies nur ein Meister kann.

Das Blätterdiadem mit Schwung,
Verließ die Position,
Sein Rauscheln als Beteuerung,
~ Dies ist der Freiheit Ton ~ .

Das Zittern, Knistern, Wispern klang,
Noch vorsichtig und zart,
Doch mischte sich in den Gesang,
Des Windes Gier so hart.

Er zischte, pfiff und blies und bog
Und schüttelte das Grün,
Das jubelnd folgte, wilder flog,
Mit kindlichem Bemühn.

Noch höher, schneller, weiter weg,
Nur wiegen, bloß nicht stehn,
Selbst Herrscher bogen sich am Fleck
Und glaubten dass sie gehn.

Das Königreich im Wiegerausch,
Die Grenzen warn stibitzt,
Im Zaubertanz begann ein Tausch,
Erst juchzend, dann erhitzt.

Glückselig schaukelnd, tobten sie
Und wogten übers Lot,
Die Köpfchen glühten heiß und wie ...
Zimtklößchen, gold auch rot.

Der Magier mit Namen -Wind - ,
Er trieb sein stürmend Spiel,
Die Röte stieg in jedes Kind
Und riss am Lebensstiel.

Die tosend, brausend Zauberei,
Sie hinterließ erschöpft,
Ein Königreich von Kronen frei,
Gebeugt, geknickt, geköpft.

Der Wind bewegte Blätterflut,
Die einst durch Starre litt,
Doch forderte er dann Tribut
Und nahm sie mit sich mit !


Doch sicher ist, bald lebt aufs neu,
Das grüne Königreich,
Bis dann ein Zauberer ganz scheu
Erscheint, ... dem Winde gleich !


Ein Herbstmärchen
© 25.10.2006 by Maria Wigo


Literaturquelle:

Das Herbstmärchen - "Der Tag des Windes" - in klangvoller Gedichtsform gehalten, wurde von der befreundeten Autorin Maria Wigo für das Feenlicht zur Weiterveröffentlichung zur Verfügung gestellt. Weitere wunderschschöne Werke der engagierten Autorin findet ihr direkt auf Ihrer Website ...


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