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Im Reich der Natur

Naturgeister Teil I-III

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 :: Das Feenweltmärchen ::



Fern von jetzigem Raum und heutiger Zeit an Orten grün-brauner Waldungen, Tälern, klaren Flüssen, Bächen und von Wiesen übersäten Hügeln, Bergketten und Erdhängen, wo Steine zu finden sind, so gross wie Monumente, oder so klein und klar, ... wie Bernstein es nicht minder war, ...da lebten einstmals friedlich und in Einklang die weisen Feen zusammen mit allen anderen Mitbewohnern, den vielen guten Geistern und Naturgeschöpfen. Diese Feen besassen die liebevollsten offenen Herzen zu allem und jedem, was und wer sie umgab, und wie es sich kaum ein Mensch hätte bildlich vorstellen können.


Sie betrachteten alle Lebewesen ohne grosse Wertunterschiede, ausser durch deren äussere und charakterliche Unterscheidungsmerkmale, da sie stets ihre Blicke und Empfindungsantennen mit tiefer Zuneigung auf das Herz ihres Gegenübers auszurichten vermochten, was von den anderen zumeist genauso mit Herzlichkeit beantwortet wurde. Sie waren fortwährend darum bemüht, zwischen der Natur, ihren Wesen und sich selbst ein ausgewogenes harmonisches Miteinander anzustreben oder beizuhalten.


Da gab es zum Beispiel die kleineren Waldgeister, die Elfen, Zwerge - und Gnome, die oft unsichtbareren Wassergeister und die vielen verschiedenen anderen Deven, desweiteren die Tiere, Pflanzen und Steine, ...ja selbst die gute alte ehrfürchtige Erde, das Wasser, die Sonne und die Luft, ...sie alle bedurften der gleichen Achtung und Akzeptanz. Die Feen taten, lebten und strahlten dies mit innigster Verbundenheit und Herzenswärme aus und gaben es an andere Interessierte weiter ...


Alle schätzten diese gute Grundhaltung hoch ein, auch deshalb, weil sie sich untereinander nicht immer grün waren oder zeigten. Aus menschlicher und augenscheinlicher Sichtweise heraus geschahen gewisse Ausuferungen aus eher nebensächlichen Gründen, oder aus körperlich unterschiedlichen Ursächlichkeiten ...


Die Elfen waren sehr zart gebaut und mindestens genauso empfindsam. Sie verfügten allerdings in ihren Gemeinschaftsverbänden über starke magische Kräfte, die ihre zerbrechlichen körperlichen Seiten ausglichen. Im Gegensatz dazu waren die Waldzwerge von wesentlich grösserer und kräftigerer Statur und in ihren Bewegungen viel plumper. Ihr Gespür für die zarteren Elfchen war, untertrieben gesagt, ... nicht gerade als ausgeprägt zu bezeichnen, jedenfalls nicht in diesem Teil des Waldes! So kam es hin und wieder leider vor, dass die Zwerge sie manches Mal gänzlich übersahen. Leichtsinnigerweise hielten sie dabei nicht immer ihre Augen weit genug offen, oft weil sie sich in ihre Arbeiten völlig vertieft hatten, oder sich alleine wähnten. Wie die Elefanten im Porzellanladen stolperten oder überrollten die Zwerge dann teilweise gleich mehrere des Elfenvölkchens auf einen Streich. Dies geschah natürlich nicht aus böser Absicht, doch für die Elfen konnten solche Zusammenstösse prekäre Folgen haben...


Häufig zogen sich die kleinen Elfen in diesen Momenten verletzt und beleidigt in ihre Elfentäler und Horte zurück. Die betreffenden Zwerge aber wurden fortan keines Blickes mehr gewürdigt, und blieben verdutzt dreinschauend am Wegesrand zurück. Diese misslichen Lagen führten dazu, dass keine weiteren Einigungen zwischen den unterschiedlichen Fronten mehr stattfinden konnten, und so wurden die Feen des Ortes von den Bewohnern zu Hilfe gerufen, um den dummen Streitereien Einhalt zu gebieten und vermittelnd oder schlichtend einzugreifen. Zum Glück gab es immer wieder einzelne unparteiische Zwerge und auch Elfenmitglieder, die diese friedlichen Absichten und Entwicklungen mit vorantrieben...


Eine andere Sache, die die guten Feen übernommen hatten, war es, die scheuen Bewohner der Wälder, der Flüsse, der Auentäler, der Wiesen oder anderer Bereiche immer wieder aufzumuntern und aufzurichten. Die Ursachen dafür lagen bei so manchen unbedachten Menschen und deren Taten hinsichtlicher Umweltverschmutzungen sowie den Ausnutzungen und des Raubbaus an der Natur und ihrer Lebewesen schlechthin begründet. Die Verärgerungen waren allen deutlich nachzuempfinden. Die Feen hatten drum alle Mühe die Naturgeister und Geschöpfe wieder zu beruhigen, sie zu trösten oder aufzubauen.


Umgekehrt waren die Feen aber auch Vermittler für die nicht wenigen anderen verantwortungsvolleren Menschen. Durch ihre gutgemeinten Handlungen - in der und für die Natur - schufen sie einen wichtigen Gegenpol zu den Verunreinigungen und Schlampereien, und bewahrten und schützten ihr Umfeld, so gut sie eben konnten. Diese freundlichen Menschenwesen hatten es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Einklang zwischen der Natur und ihren Mitgeschöpfen als auch ihrer eigenen Spezies im Allgemeinen wiederherzustellen. Die Feen fungierten in den Momenten sozusagen zwischen beiden Welten als eine Art Brückenpfeiler der Verständigung für genau diese Menschen und gleichsam für die verängstigen Naturgeister. Sie waren hierfür geradezu prädestiniert, da sie sich in beiden Sphären gleichermassen gut auskannten und bewegen konnten. Die Feen hatten schon seit Urzeiten beiderseitige Weltenanteile in sich vereinigt, und waren somit für diese Aufgaben wie geschaffen. Ein Teil in ihnen konnte die menschliche Gestalt sogar zeitweise ganz annehmen, und ein anderer war stetig mit dem naturhaften und magischen Reich verbunden ...


Böse Zungen würden sie als Hexenmeisterinnen bezeichnen, doch für die guten Feen war diese Betitelung verzeihlich. Sie kannten sich bestens mit der menschlichen Natur aus und wussten, dass es ihre Ängste waren, die sie zu solchen Urteilen hinreissen liessen. Aus ihrer eigenen Sicht waren sie am nächsten mit den "Weisen Frauen" des Waldes vergleichbar, wie man sie zeitweise früher mal nannte, wenn man ihnen schon weiteres nachsagen wollte.


Den Feen war es jedoch egal, wie man sie namentlich einreihte. Wirklich wichtig war ihnen nur, wie gingen sie mit den ihnen aus göttlicher Quelle zur Verfügung gestellten Zauberkräften und Naturmagien, den Einklang jederzeit wahrend, von Vornherein um? Der Schlüssel lag dabei in jeder Fee in den Tiefen ihrer reinen Seele und ihrer grossen Liebe zu Gott begründet, sie wurde nämlich so, wie sie jeweils auch individuell allen anderen erschien, bereits von Anfang an geboren. Ihre Taten erzählten letztlich von ihren wahren Früchten, und je schöner die Früchte aufleuchten konnten, umso glücklicher waren die Feen, und umso besser und leichter zeigte sich das Leben allen anderen ...


Alle äusseren Anpassungen schöpften sie aus ihrer innewohnenden Naturmagie. Alle Feen, die ihre Gaben zum Guten somit nutzten, konnten ihr Aussehen und Sein sogar wandeln ... Die Natur und die Materie waren durch ihre Herzlichkeiten zu ihren Freunden geworden, und als solche konnten sie sie in ihr Wesen jederzeit integrieren. "Aber wie geht denn das?", ... würden sich die meisten Menschen sicherlich fragen. Nun, wenn zum Beispiel eine freundliche Fee einen Kopfschmuck brauchte, so hatte sie "Nullkommanichts" durch pure Gedankenkraft so einen gebundenen Blumenschmuck als Zauberdiadem bereits auf dem Kopf. Sobald sie fröhlich ein Liedchen vor sich hinträllerte, stimmten so manches Mal die Vögel des Waldes oder die auf der nächsten Wiese, auf der sie gerade sass, in ihre Melodie ganz zwanglos mit ein. Falls eine Fee echte Gefahr vorausspürte, hatte sie die Fähigkeit sich der Natur sogar so gut anzupassen, dass sie mit ihr geradezu elementarisch verschmolz, ... wodurch sie augenblicklich für jegliche Schattenwesen unauffindbar wurde.


Manchmal bedarf der ein oder andere Mensch natürlich auch ihrer Hilfe, und bei den dafür spezieller geschulten gütigen Feen traten diese, sobald man sie direkt darum bat, gezielt in Aktion. Meistens hatten die fragenden und suchenden Menschen obendrein drei Wünsche bei ihnen frei ...


Die wenigsten Leute kennen jedoch die ungeahnten Möglichkeiten, die in den Feen noch tiefer verborgen liegen. Nur hin und wieder hören sie von ungewöhnlichen Geschehnissen aus dem Feenlande. Eine oft und gern badende Fee legte sich demnach einstmals in das Wasser eines klaren Gebirgssees so lange entspannt hinein, bis sie sich so gereinigt fühlte, dass sie selbst zu purem Wasser wurde. Ein Ammenmärchen? ...Wer weiß das schon ...?


So gibt es derlei viele seltsame und schöne Geschichten und Mythen rund um die überirdischen Feen und die ihrer sichtbaren und unsichtbaren Freunde. Aber inzwischen wohl genauso solche, die von immer mehr liebevollen Menschen handeln, deren Herzen sich ebenso für die Natur weit geöffnet haben, um all ihre verborgenen Stimmen und Schätze endlich wieder genauer wahrnehmen zu können.



© 1999 / 2007 überarbeitete Fassung
Märchen by Aliana * Cornelia Gutzeit




Alianas Feenweltmärchen erscheint ebenso auf Herzpoetin.de.

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